David Hamilton

Gepostet am 3. Dezember 2012 in Fotografen | Keine Kommentare

David Hamilton wurde am 15. April 1933 in London geboren. Seine Kindheit war vom Zweiten Weltkrieg überschattet. Als Teenager interessierte er sich für Radsport und Hunderennen. Bald entwickelte er einen Hang zum luxuriösen Leben.

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David Hamilton im Jahr 2011 – Foto: Olivier Strecker (CC BY-SA 3.0)

Ab seinem 15. Lebensjahr absolvierte Hamilton eine Schreinerlehre bei einem Kaufhausausstatter.
Mit der Fotografie kam er zum ersten Mal in Berührung als er ins Planungsbüro des Kaufhauses versetzt wurde. Nach zwei Aufenthalten in Paris zog Hamilton mit 20 Jahren in die französische Hauptstadt. Neben dem Fotografieren betätigte er sich nun auch als Maler. Doch dies brachte ihm keinen Erfolg.
Bei der Zeitschrift „Elle“ bekam David schließlich eine Stelle als Layouter. Der Verleger der englischen Zeitschrift „Queens“ warb Hamilton aufgrund seines Talentes ab. David zog wieder nach London und wurde der künstlerische Leiter von „Queens“. Nach Streitigkeiten mit dem Verleger zog er allerdings wieder zurück nach Paris.

Im Kaufhaus „Printemps“ wurde er der künstlerische Leiter. Nebenbei betätigte er sich weiterhin als Fotograf.
Bei „Printemps“ lichtete er zum ersten Male Menschen ab. Zuvor hatte er meist Stilleben fotografiert.
Nach einem Besuch in St. Topez 1962 war Hamilton sehr beeindruckt von der Freikörperkultur die damals schon dort herrschte.
1965 wurde er vom Chef von „Printemps“ entlassen, da er der Fotografie mehr Aufmerksamkeit schenkte als seiner Arbeit bei der Zeitschrift.
Hamilton arbeitete nun als freischaffender Fotograf und umgab sich zudem gerne mit Prominenten.
Anfang der 1970er Jahre erschienen die ersten Aktfotografien. Damit hatte Hamilton einen großen Erfolg. Bildbände wie „La Danse“, „Suzanne“, oder „Dream of a young Girl“ verkauften sich sehr gut.

1976 arbeitete David Hamilton zum ersten Mal als Regisseur. Der Film „Bilitis“ wurde ein großer Erfolg.
Bis 1992 brachte Hamilton immer wieder Bildbände heraus. Zudem drehte er weitere Filme. Der Film „Zärtliche Cousinen“ (1980), wurde ein weiterer Erfolg. Mit dem Werk „Ein Sommer in St. Tropez“ erfolgte seine letzte Arbeit als Regisseur.

Seine Fotografien aber auch seine Filme beinhalten die deutlichen Merkmale von Hamiltons Arbeit.
Zunächst arbeitete er bei seinen Projekten stets mit dem Weichzeichner. Dadurch wurde eine schon fast entrückte Stimmung ausgedrückt. Seine Lieblingsmodelle bei Film und Fotografien waren stets pupertierende und blondhaarige Mädchen. Hamilton war der Ansicht, dass gerade dieser Typ eine besonders zarte Haut habe. Zusammen mit dem Weichzeichner-Effekt und der ruhigen Stimmung der Bilder wurden eine schon fast märchenhafte Poesie beschworen.
Kritiker haben Hamiltons Werke oft als kitschig bezeichnet. Die erotische Darstellung der jungen Mädchen wurden teilweise sogar mit dem Begriff „Kinderpornografie“ verbunden.

Hamilton selbst verstand sich stets als Ästhet. Seine Kunst sollte die unberührte Sinnlichkeit junger Mädchen darstellen. Er bezeichnete seine Werke oft auch als „gemalte Fotografie“. Die Interpretation seiner Arbeit wird wohl immer individuell bleiben…

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