Elizabeth „Lee“ Miller – die Ausnahmefotografin

Gepostet am 29. Oktober 2012 in Fotografen | Keine Kommentare

Lee Miller wurde im Jahr 1907 im Staate New York geboren, wird häufig als Ausnahmefotografin bezeichnet. Die ungewöhnlich gut aussehende Frau war zuerst als Modell vor allem für die VOGUE tätig. Im Jahr 1929 reiste nach Paris, wo sie mit Man Ray zusammenarbeitete. Mit Ray, der impulsgebend für die moderne Fotografie war, entstanden verschiedene fotografische Experimente.

Lee Miller kehrte zurück in ihre Heimatstadt New York, wo sie im Jahr 1932 ein eigenes Fotostudio eröffnete. Eine Mischung von europäischer Kunstfotografie und amerikanischer Straight Fotography werden in dieser Zeit ihr Markenzeichen. Auch Prominente wie Picasso und Strawinsky werden von ihr in Szene gesetzt.

Im Jahr 1935 zieht sie mit ihrem Lebensgefährten nach Kairo. Eindrucksvolle Fotos der Bewohner und kultureller Städten des Landes entstehen zu dieser Zeit. Im Jahr 1937 lernt sie den surrealistischen Maler Roland Penrose kennen, den sie später heiratet. Da Penrose als Wehrdienstleistender verpflichtet wird, beginnt sie als Kriegskorrespondentin für die USA zu arbeiten.

Insbesondere die Bilder aus dieser Zeit gelten als beeindruckende Zeitdokumente. Darunter befinden sich Kriegsfotos aus London, Fotos der Befreiung von Paris und die Auflösung von Konzentrationslagern wie Buchenwald und Dachau.

Im Jahr 1947 heiratet sie schließlich Roland Penrose. Bis in die 1950er Jahre war Lee Miller gelegentlich freiberuflich für verschiedene Magazine wie Vogue oder Life tätig, ihr gelangen ungewöhnlich zarte Modefotografien. Sie vernachlässigte jedoch nach der Geburt ihres Sohnes Antony ihre Arbeit zunehmend. Mutmaßlich litt Miller infolge der nicht verarbeiteten Erlebnisse zunehmend an einer Kriegsneurose.
Elizabeth „Lee“ Miller starb am 21. Juli 1977 auf ihrem Anwesen, dem Farley Farm House in East Sussex, an einer Krebserkrankung.

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