Review Olympus E-M5

Gepostet am 3. November 2012 in Fotoausrüstung | Keine Kommentare

Bei der Olympus E-M5 handelt es sich um eine spiegellose Systemkamera im Retro-Design das an den zwischen 1972 und 2002 gebauten Olympus OM 35mm Spiegelreflexkameras angelehnt ist. Der Body besteht aus einer Magnesium-Legierung und wirkt daher stabil und Hochwertig.Wer vorher eine der preiswerteren Kameras aus Plastik (und mit Plastik-Einstellrädern) in der Hand gehabt hat, erlebt hier seinen ersten „Aha-Effekt“.
Die E-M5 nutzt die Micro Four Thirds Technologie, was sie angenehm klein hält. Es gibt kleinere spiegellose Systemkameras am Markt, doch die OMD bietet eine Technologie, die großen DSLR-Kameras durchaus nahe kommt.

Dazu zählen:

  • Ein 16MP MOS Four Thirds-Format-Sensor
  • Staub- und Spritzwassergeschütztes Gehäuse
  • 5-Achsen Bildstabilisierung
  • Verwwendung von bis zu ISO 25.600
  • bis zu 9fps (4,2 fps bei kontinuierlicher AF)
  • 800×600 Pixel LCD und elektronischer Sucher
  • OLED-Touchscreen-Display – kippt 80 ° nach oben und 50 ° nach unten
  • guter TruePic VI-Prozessor
  • integrierter, elektronischer Sucher, verbesserter C-AF Autofokus mit 3D-Tracking
  • Blitzsynchronzeit bis 1/250th sec
  • Funktion im Temperaturbereich von -20 bis +60 Grad Celsius

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1099 Euro für das Gehäuse und 1299 Euro inklusive des neuen 12-bis-50-Millimeter-Kitobjektivs (24 bis 100 Millimetern im Kleinbildäquivalent).

Das M.Zuiko Digital 12-50 mm 3.5-6.3 ED Objektiv passt gut zur E-M5. Es ist nicht besonders lichstark, dafür aber gut verarbeitet und mit elektronischem Zoom sehr flexibel für jeden Anwendungsbereich. Hinzu kommt, dass es wie die Kamera selbst wetterfest ist und eine Makrofunktion bietet.
Mit diesem Objektiv kann man 90% aller Aufnahmen abdecken.

Mittlerweile bietet die Micro-Four-Third Serie auch ausreichend Objektive von den festen Brennweiten bis zu Teleobjektiven. Olympus und Panasonic nutzen beide Micro-Four-Thirds-Systeme, die untereinander kompatibel sind.

Der Touchscreen ist hell, aber bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings etwas schwer abzulesen. Die Bedienungsführung von Olympus-Kameras rufen ein geteiltes Echo bei Fotografen hervor. Doch Olympus bleibt sich dabei treu und wer einmal gelernt hat damit umzugehen findet sich gut zurecht. Die Einstellungen gehen bei einigen Funktionen sehr in die Tiefe. Einige Bedienknöpfe und Einstellräder lassen sich individuell belegen, so dass man an die wichtigsten Funktionen bequem heran kommt. Die einzelnen Knöpfe bietet einen hohen Tastenhub. Die Anordnung der Bedienräder auf der Kameraoberseite mag ungewohnt sein, sie ist allerdings sehr praktisch, das Daumenrad läßt sich alternativ auch mit dem Zeigefinger bedienen. Durch die überlappende Anordnung und unterschiedliche Höhe ist eine Verwechselung bei blinder Bedienung mit dem Kamerasucher am Auge fast ausgeschlossen.

Auch Features wie Tiefen und Lichter der Tonwertkurve im Sucher anzupassen sind in den Einstellungen zu finden. Bei einigen Punkten im Menü ist man schnell über den Touchscreen. Andere ruft man vieleicht lieber über die Stellräder und Funktionstasten auf. Hat man einmal seine Konfiguration gefunden, fängt es an richtig Spaß zu machen.

Die Olympus OM-D kommt mit mehreren Voreinstellungen (SCP) und mit verschiedenen Art-Filtern.
Die E-M5 ist schnell und das Fokussieren kein Problem. Allerdings muß man sagen, dass dies auch von den Leistungen des jeweiligen Objektivs abhängig ist. Der Autofokus m spricht auch bei schwachem Licht noch recht gut an und wird notfalls von einem LED-Hilfslicht unterstützt.

olympus-em5Die Haptik der kleinen Kamera ist erstmal nicht perfekt, es ist das gute alte “Knipser” Gefühl. Insbesondere Street-Fotografen werden damit glücklich sein.
Mit dem HLD-6 Griff läßt sich die Haptik extrem verbessern. Da die Kamera ja trotsdem noch recht leicht ist, kann man sie sogar gut in einer Hand halten. Die E-M5 kann man also ohne Griff eigentlich nur für die schnelle Street-Fotografie nutzen, mit Griff ist sie vollwertig.

Die Bildqualität überzeugt. Insbesondere bei gutem Licht gab es gestochen Scharfe Fotos bei guter Belichtung und Detailreichtum. Die Farben wirken sehr gesättigt. Erst bei schlechteren Lichtvehältnissen zeigt sich, dass ab ISO 400 die Rauschunterdrückung aktiv wird. Die Details sind dann nicht mehr so gut erkennbar.

Die OM-D E-M5 ist eine sehr gute Kamera für ambitionierte Hobbyfotografen, auch Profis werfen bereits ein Auge auf diese „Schönheit“, auch wenn sie weiterhin auf DSLR Kameras setzen werden. Für die Street Photographie oder als Kamera für Reisen ist die E-M5 unschlagbar.

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