Unter der Brücke – Gaslicht Berlin

Gepostet am 13. Dezember 2012 in Entdeckungen | Keine Kommentare

Gaslicht unter einer Brücke

Eine S-Bahn-Brücke in Berlin-Reinickendorf (Frohnau). Dort ist eine der traditionellen Aufsetzleuchten in Betrieb, die in Berlin noch an vielen Straßen zu finden sind und die das charakteristische gold-gelben Licht verbreiten. Ihr Licht besitzt keine UV-Anteile im Spektrum, deshalb wird man um Gaslaternen kaum Insektenschwärme finden, den das Gaslicht wird diesen einfach nicht wahrgenommen.

Mehr als die Hälfte aller weltweit existierenden Gaslaternen stehen in Berlin – in der Stadt sind es 44000 Laternen. In Frohnau befindet sich das größte zusammenhängende durch Gaslicht beleuchtete Gebiet weltweit.

Doch die Gaslichtbeleuchtung wird langsam aber stetig abgebaut. Bis zum Jahr 2014 sollen die ersten 8400 Gasleuchten durch eine Elektrobeleuchtung ersetzt werden Danach sollen weitere bzw. alle Gaslaternen abgebaut werden.
Gefordert wird dies vor allem durch die Betreiber der Starßenbeleuchtung. Seitdem der Unterhalt des Netzes privatisiert wurde, besteht der Druck, die Beleuchtung Berlins möglichst lukrativ zu betreiben.

Viele Berliner wollen die Gaslichtbeleuchtung ihrer Stadt erhalten. Sie ist durch ihre Einzigartigkeit schützenswert. Allerdings greift hier kein Denkmalschutz, denn dieser gilt in der Regel nur für einzelne Bauwerke. Auch ist lediglich die Lampenformen, nicht aber das Beleuchtung selbst geschützt. Eine Elektrolaterne mit gleicher Form einer gaslaterne ist also aus Sicht des Denkmalschutzes gleichwertig.

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