Heinrich Schliemann – der Entdecker von Troja

Gepostet am 6. Januar 2013 in Entdecker der Weltgeschichte | Keine Kommentare

Heinrich Schliemann (mit vollem Namen Johann Ludwig Heinrich Julius Schliemann) wurde am 06.01.1822 in Neubukov geboren und starb am 26.12.1890 in Neapel. In Kindesjahren noch verlor er seine Mutter und konnte später dann das Gymnasium aufgrund Geldmangels der Familie nicht zuende bringen, sondern schloss an der Realschule ab.

Mykene LoewentorEine Lehre als Handelsgehilfe musste er nach einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Nach einigen unbedeutenden Anstellungen, die durch Krankheiten unterbrochen waren, war er ab 1844 als Korrespondent und Buchhalter tätig, vorher schon erlernte Schliemann Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch und Italienisch.

Ab 1846 lebte er in Russland, war für eine Handelsniederlassung für die Firma B.H.Schröder und Co. 1850/1852 gründete Schliemann eine Bank für Goldhandel in Sacramento/ Amerika und investierte in Folge in verschiedene Eisenbahnprojekte. Er heiratete dann 1852 eine russische Kaufmannstochter (Jekatarina), mit der er 3 Kinder hatte. Heinrich Schliemann erreichte großen Reichtum, indem er sich als Kaufmann für Munitionsrohstoffe betätigte.

Mit Ehrgeiz und großem Erfolg widmete er sich ab 1856 der Forschung, lernte Latein und Altgriechisch, studierte an der Sorbonne in Paris Sprachen, Literatur und Altertumskunde und ging auf div. Studienreisen. Schliemann veröffentlichte zu dieser Zeit 2 Bücher und promovierte zum Dr. phil.

Sein Weg führte ihn 1869 mit seiner 2. Ehefrau nach Athen, wo er sich niederließ. Berühmt wurde er durch die Entdeckung Trojas, die Ausgrabungen dazu begannen 1870 vorerst ohne Zustimmung der türkischen Regierung, schon die ersten Grabungen brachten div. Siedlungsschichten zum Vorschein.

Erst im Jahr 1871 erhielt er dann die langersehnte Ausgrabungsgenehmigung und konnte so sein sehr erfolgreichen Grabungen fortsetzen. die 3. Grabungsstufe brachten dann den Durchbruch – er entdeckte ein Stadttor und in Folge am 31.05.1873 den Schatz Priamos,den er schlussendlich um 50.000,– Goldfranken, die er an die Regierung in Athen leisten musste, offiziell erwerben konnte.

Heinrich SchliemannSchliemann erklärt offiziell Troja als „gefunden“, die vorerst von deutschen Wissenschaftern nicht anerkannt wurden, in Großbritanien anerkannte man jedoch schon zu dieser Zeit die Leistung Schliemanns. Ab 1874 forschte Schliemann nach dem berühmten Ilijas bzw. dem Grab Agamemnons. Er fand schließlich einige prunkvolle Schachtgräber mit goldenen Totenmasken, danach die Goldmaske des Agamemnon, insgesamt wog der Goldschatz 13 kg.

1877 brachte Schliemann den Schatz Priamos nach London, um ihn in 24 Vitrinen im South-Kensigton-Museum 3 Jahre lang auszustellen. Ab dieser Zeit wurden auch in Deutschland die Forschungsergebnisse Schliemanns anerkannt. 1880/1881 fand der nun sehr bekannte Forscher den Schatz Minyas und grub nach wie vor in Troja- insgesamt 7 Grabungsstufen leitete er dort erfolgreich.

1890 starb Heinrich Schliemann in Folge einer Ohrenoperation, beerdigt wurde er in einem neoklassizischtischem Mausoleum in Athen. In seinem Testament bedachte er seine Kinder aus der 1. Ehe vor allem mit Häusern, die Kinder seiner 2. Ehe bekamen die Schätze aus den griechischen Ausgrabungen. Zahlreiche seiner Schriften findet man heute in der Bibliothek in Heidelberg.

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