Packliste für eine Outdoor Nacht

Gepostet am 11. November 2013 in Outdoor | Keine Kommentare

Eine Nacht im Freien – viel braucht es da nicht sollte man meinen. Stimmt auch – aber ganz unvorbereitet sollte man denn doch nicht sein. Wer gerne eine Outdoor-Nacht im Freien verbringt, sollte das richtige Equipment dabei haben.

(Einige Produkte, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe, sind in diesem Artikel verlinkt)

Um überhaupt erstmal zu einem guten Schlafplatz zu gelangen, bedarf es eines Transportbehälters – sprich: Rucksack. Mindestens 30 Liter sollte er fassen – das entspricht noch einem Tagesrucksack. Wird es draussen kälter, darf der Rucksack aber auch eine Nummer größer sein, denn dann will man noch eine Warme Jacke oder den etwas größeren Winterrucksack verstauen. Wichtig sind aber in jedem Fall gut gepolsterte Tragegurte und eine gute Rückenbelüftung.
Ebenso wichtig ist eine Regenhülle für den Rucksack, falls das Wetter umschlägt und der Rucksack nachts gegen (Boden-)Feuchtigkeit und dreck geschützt ist.

Das richtige Schuhwerk ist besonders wichtig. Festes Schuhwerk am besten mit einer wasserdichten aber atmungsaktiven Membran ist hier optimal (Beispiel). Auch sollte der Schuh gut gedämpft sein und eine rutschfeste Vibram-Gummisohle haben.

Der Schlafsack muß nur bei kalten Temperaturen gut ausgewählt sein. Im Sommer reicht ein beliebiges preiswertes Modell, im Winter sollte es etwas besser sein (Beispiel). Auch die Isomatte muß keinen speziellen Anforderungen genügen. Klar können es selbstfüllende Thermarestmatten sein. Ich bin zu jeder Jahreszeit mit einer normalen Schaum-Matte unterwegs. Die Schlafstätte wird in der Regel sowieso mit etwas Laub/Moos unterfüttert.

BiwaksackEine Outdoor-Nacht verbringt man am besten im Biwaksack. Hier ist der Kontakt zur Natur am intensivsten (Sterne gucken beim Einschlafen etc.). Ausserdem ist er am unauffälligsten wenn man „Wild“ campt und es muß keine Zeit zum Auf- bzw. Abbau verschwendet werden.
Ein Biwaksack ist nichts anderes als eine stabile wasser- und winddichte Hülle aus einem Material, wie es auch bei Jacken oder auch Zelten verwendet wird. In diese legt, stellt oder setzt man sich hinein und verschliesst sie je nach Bedingungen bis auf ein kleines Atemloch.

Der Biwaksack muß nichts besonderes sein. Atmungsaktiv ist gut (trotzdem wird sich Kondenswasser bilden). Ich benutze am liebsten einen Biwaksack der britischen Armee aus Gore-Tex-Laminat. Dieser ist zwar recht groß, dafür bietet er aber genug Platz auch für die Isomatte und ein paar Gepäckstücke und die Schuhe (am besten in eine Plastiktüte stecken).

Eine Wollmütze ist auch bei wärmerem Wetter sehr zu empfehlen (Beispiel – oder ganz individuell). Die meiste Wärme verliert der Körper über den Kopf.

Warme Kleidung sollte auch im Sommer dabei sein, denn nachts kann es auf dem Land auch dann bitter kalt werden. Bewährt hat sich das Zwiebelsystem (auch Lagensystem genannt). Drei Schichten können dabei je nach Temperatur und Wetterverhältnis kombiniert werden.

Als Handtuch (wenn man sich im See oder Fluss waschen will) nehme ich ein kleines Microfasertuch mit. Ansonsten: Zahnbürste, Toilettenpapier.

Wasser und Nahrung ist selbstverständlich. Wieviel Wasser man mitnehmen sollte hängt von der geplanten (zu laufenden) Strecke ab. Ich würde aber mindestens 2 Leiter empfehlen. Am besten kann man sie in den dünnen Plastikflaschen, die man z.b. bei Lidl und Co. bekommt. Sie nehmen leer nicht so viel Platz weg (lassen sich komprimieren) und ggf. entsorgen (natürlich niemals in die Natur!!).
Auch gut: Ein Trinkbeutel (z.B. Platypus) hat den Vorteil, dass er nur den Platz einnimmt, der wirklich von der Flüssigkeit gebraucht wird.

Gerade bei kalten Temperaturen hebt eine warme Mahlzeit oder auch nur ein warmer Tee die Laune. Man sollte also über das mitnehmen eines kleinen Campingkochers (z.B. Campingaz Campingkocher oder Trangia Spirituskocher inklusive kleinem Topf und Besteck) nachdenken.

Im Prinzip war es das auch schon. Demnächst werde ich mal ein paar konkrete Beispiele geben was ich so mitnehme.

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