Wandern und Zelten im Winter

Gepostet am 5. Dezember 2013 in Outdoor | Keine Kommentare

Bei Frost und Schnee durch idyllische Landschaften wandern und trotz der Kälte im Zelt übernachten ist ein Trend, der immer mehr zunimmt. Aus gesundheitlicher Sicht ist diese Tendenz sogar empfehlenswert. Vorraussetzung ist allerdings, die richtige Ausstattung zu wählen.

Ohne Winterzelt sollte bei frostigen Temperaturen nicht im Freien übernachtet werden. Solch ein Spezialzelt ist an den Nähten mit Thermoband versiegelt und zusätzlich betont solide gebaut. Es ist ferner darauf zu achten, dass sich das Zelt schnell aufbauen lässt, denn mit kalten Händen ist die Fingerfertigkeit stark eingeschränkt. Des Weiteren sollte ein effektives Ventilationssystem vorhanden sein, damit sich in der Kälte keine Kondenzfeuchte durch die Atemluft bildet.
Beim Campen mit dem Wohnwagen oder per Wohnmobil ist ein großes Frontzelt einem kleinen vorzuziehen, denn damit wird die schneidige Winterluft besser abgehalten und die erzeugte Temperatur der Campingheizung bildet ein dickes, wärmendes Luftpolster.

Nur erfahrene Camper sollten bzw. können auf einen Biwacksack zurückgreifen. Hier gibt es wenig Isolation und der Schlafsack muß daher umso besser gewählt sein. Auch empfiehlt sich in diesem Fall eine besonders sogfältige Wahl der Schlafplatzes. Die Nähe zu Bäumen bietet Schutz, auf freien Flächen kann es schnall mal zugig werden,

Ein Winterschlafsack ist unentbehrlich, denn nur er kann vor der nächtlichen Kälte ausreichend Schutz bieten. Nichtsdestotrotz ist er mit einem Inlet aus Seide oder Baumwolle aufzuwerten. Mit diesem Zusatz ist im Schlafsack eine Innentemperatur von 15° C zu erreichen. Diese Grade nähern sich den Richtwerten der empfohlenen Schlafzimmertemperatur. Auf diese Weise findet der Organismus gewohnte Bedingungen vor und bringt erholsamen Schlaf.

Unentbehrlich ist eine Isoliermatte. Diese gibt es als selbstaufblasbares Modell oder neuerdings als geschäumte Matten in einer Dicke von 10 cm. Die selbstaufblasbaren Matten weisen wegen der Luftpolsterung eine höhere Isolierung auf. Diese selbstaufblasbaren Modelle haben zusätzlich den Vorteil, dass sie praktischer zu transportieren sind. Zu Sicherheit können sogar zwei solcher Isoliermatten mitgenommen werden. Die doppelte Isolation sorgt für eine angenehme Speicherwärme und für mehr Liegekomfort.

Für die richtige Bekleidung muss gesorgt werden, isolierende Wanderbekleidung mit Imprägnierschutz und festes, rutschfestes Schuhwerk eventuell mit wärmendem Einlegefell werden für die winterlichen Touren notwendig sein. Nicht zu vergessen ist die Unterbekleidung, denn sie speichert die Körperwärme. Am besten eignen sich dafür lange Funktionsunterwäsche und wärmende Socken. Funktionsunterwäsche hält auch im Schlafsack angenehm warm, sollte jedoch möglichst in zwei Versionen dabei sein.

Besonders wichtig ist es nie mit feuchter Kleidung in den Schlafsack zu gehen. Man muss sich also umziehen, auch wenn das in der Kälte nicht besonders verlockend klingt. Den Innenskisschuh sollte man tunlichst nicht draußen stehen lassen sondern mit in den Schlafsack stopfen. Bei der Platzwahl gilt: die Nähe zu Bäumen gibt Schutz, auf freien Flächen kann es windig werden.

Eine Kanne mit heißem Tee (oder die Möglichkeit heiße Getränke und Mahlzeiten zu erzeugen) gehört ins Gepäck. Nur satt kann der Körper auch in der Nacht die nötige Energie bereit stellen.

Für die abendliche Beleuchtung sorgt eine Zeltleuchte, die kleine Flamme verströmt eine heimelige Atmosphäre und gibt zugleich Wärme ab. Trotz Wärme und Licht ist es nicht jedermanns Sache, eine offene Flamme im Zelt zu haben. Als Alternative bietet sich dafür eine Solarcampingleuchte an. Ihr Licht ist weniger romantisch, dafür bietet sie bedenkenlose Sicherheit.

Mit dieser Ausrüstung steht einem idyllischen Wanderurlaub im Winter nichts mehr im Weg. Die winterliche Ruhe kann an einem zugefrorenen See oder zwischen verschneiten Bäumen genossen werden. Campingplätze oder alternative Zeltrastplätze gibt es reichlich. Etliche davon befinden sich in der Nähe von Thermalquellen oder von Wanderwegen, die auch Führungen anbieten. Mitunter gibt es Leihmöglichkeiten von Schneeschuhen oder es können Fahrten mit Schlittenhunden unternommen werden. Gerastet wird in kleinen Gasthütten, die mit Kaminfeuer und Bauernschmaus aufwarten.

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