Was ist Geocaching und wie funktioniert es?

Gepostet am 15. Dezember 2013 in Outdoor | Keine Kommentare

Als Geocaching wird das Suchen nach zuvor versteckten Gegenständen meist mit Hilfe von GPS-Empfängern bezeichnet. Der Begriff setzt sich aus dem griechischen Wort „geo“ für „Erde“ und dem englischen Wort „cache“ für „Versteck“ zusammen.

Geocaching wird weltweit von Tausenden von Menschen betrieben, die auf der Suche nach mehr als zwei Millionen „Schätzen“ sind, den so genannten Caches. Ein Cache ist ein Behälter, der normalerweise fest und wasserdicht verschließbar ist und in dem sich zumindest ein Logbuch befinden. Diese Cache-Behälter gibt unterschiedliche Größen. Während in den sogenannten Micro und Nanocaches meist nur das Logbuch Platz findet, haben die Caches in „Normalgröße“ häufig Platz für kleinere Gegenstände die getauscht werden können.

 

Geschichte des Geocachens

 

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Gegenstände versteckt, die mit Hilfe von Karten und Hinweisen gefunden werden mussten. Erstmals wurde das Spiel Letterboxing im Jahr 1854 im englischen Dartmoor gespielt. Dabei versteckte jemand eine Flasche mit seiner Visitenkarte darin. Wer Interesse hatte, konnte die Flasche suchen und seine eigene Visitenkarte hineinstecken. Aus der Flasche wurde später eine Kiste aus Blech, in der ein Buch lag, in dem sich der Finder eintragen konnte.

Mit Aufkommen von GPS-Geräten für den privaten Gebrauch im Jahr 2000 begann das Geocaching, wie es heute bekannt ist. Der erste Cache, der jemals versteckt wurde, wurde am 3. Mai 2000 vom Amerikaner Dave Ulmer in der Nähe von Portland (Oregon) vergraben. Es handelte sich um einen Eimer aus Plastik, in dem sich CDs, Geldscheine, ein Buch, eine VHS-Kassette, eine Steinschleuder und eine Dose Bohnen befanden. Bereits nach einem Tag wurde der Cache gefunden, am Ort seines Verstecks befindet sich heute eine Gedenktafel.

 

Die Geo-Koordinaten der Caches findet man im Internet

 

Geocaching.com Website

Die Koordinaten des Ortes, an dem der Cache versteckt ist (Bei einigen Cache-Typen, entsprechen die angegebenen Koordinaten bestimmten Ausgangspunkten für die Suche.), sind in Datenbanken im Internet hinterlegt. Die bekannteste Plattform ist Geocaching.com.

Bei Geocaching.com muß man sich zunächst registrieren, um Zugriff auf die Datenbank zu erhalten. Die Basismitgliedschaft ist kostenlos. Will man aber detailliertere Suchen ausführen oder vollständige Daten mit allen Informationen auf sein GPS Gerät übertragen, wird eine regelmäßige Gebühr fällig.

Die Website opencaching.com hingegegen gibt, wie der Name schon andeutet, den Zugang frei auf alle Caches mit allen Informationen in der Datenbank.

Beim Platzhirschen Geocaching.com sind allerdings gefühlt mindestens das zehnfache an versteckten Schätzen verzeichnet als auf anderen Plattformen.

 

Welche Typen von Caches gibt es?

 

Der Traditional Cache

Der US-Amerikaner Dave Ulmer war der Erste, der einen Cache versteckt, den Punkt an dem seine Dose lag mit Geokoordinaten markierte und diese im Internet veröffentlichte. Dies ist auch heute noch die gebräuchlichste Art, einen Cache zu verstecken. Man nennt sie daher auch „Traditional Cache“ (häufig als „Tradi“ abgekürzt).

Der Multicache

Neben einem traditionellen Cache, bei dem die Koordinaten des Verstecks angegeben sind, gibt es unter anderem auch mehrstufige Caches, bei denen sich in den Verstecken Hinweise auf das jeweils nächste befinden.
Dieser sogenannte Multicache, bei dem mehrere Stationen besucht werden müssen um am Ende das Finale zu finden, ist ein sehr beliebter Typ.

Der Mystery Cache

Üblich sind auch Mystery Caches, bei denen vor der Suche ein Rätsel gelöst werden muss, um den Fundort des Caches zu ermitteln.

Bei Geocaching.com wird ein Mystery-Cache als „unknown Cache (unbekannter Cache) bezeichnet. Es kann sowohl ein traditioneller wie auch ein Multicache dahinter stecken. Beim Mystery-Cache sind die angegebenen Koordinaten aber nur fiktiv. Den eigentlichen Standort muß man meist mit Hilfe eines Rätsels lösen.

 

Was braucht man zum Geocachen?

 

GPS-fähiges Gerät

Zum Geocaching wird ein GPS-fähiges Gerät benötigt, wie etwa ein GPS-Empfänger oder ein Mobiltelefon mit der entsprechenden Funktion.

Taschenlampe

Da es unter Geocachern verpönt ist, Caches zu vergraben, werden als Verstecke vor allem kleine Höhlen, Löcher in Bäumen oder Lücken in Gemäuern genutzt. Hilfreich kann hier eine Taschenlampe sein

Stift und Zettel

Es gibt verschieden große Caches, die von Nano bis Large reichen.
Ein Cache der Größe Nano ist kleiner als ein Zentimeter und enthält meist nur einen kleinen Zettel, auf dem der Finder seinen Namen und das Datum eintragen kann. Die nächstgrößere Größe ist ein Micro- oder ein Mini-Cache, meist eine Filmdose, in der sich auch nur ein Stift und ein Zettel zum Eintragen befindet. Caches der Größen Small, Medium und Large sind groß genug, dass sie neben dem Logbuch auch Gegenstände beinhalten können.
Da in kleineren Caches häufig kein Stift vorhanden ist, sollte ein solcher immer mitgeführt werden.

Tauschgegenstände

Es ist üblich, dass Geocacher bei ihrer Suche Gegenstände mit sich führen, die sie dann gegen Dinge im Cache austauschen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Gegenstand, der aus dem Cache genommen wird, nicht wertvoller ist als der, der neu in den Cache gelegt wird. Hat der Geocacher keinen geeigneten Gegenstand dabei, so sollte er auf das Tauschen verzichten.

 

Trackables – die Reisenden

 

Trackable TravelbugEine Besonderheit, die man in Geocaches finden kann sind die sogenannten „Trackables“ – auch „die Reisenden“ genannt. Dies sind Gegenstände, die ein Teil dieses weltweiten Spieles sind und ebenfalls einen eindeutige im Internet verzeichneten Code besitzen. Der Besitzer kann ein Reiseziel oder eine Aufgabe für seinen Trackable benennen und platziert ihn dann in einem beliebigen Cache. Eine beliebte Aufgabe eines Trackables ist „ich will nach Hause“.

Geocacher, die auf einen Trackable treffen, versuchen diesen durch das Platzieren in einen anderen Cache seinem Ziel näher zu bringen.

Es gibt drei Sorten von Trackables: Travel Bugs, Geocoins und sonstige Trackables. Travel Bugs sind Gegenstände, an denen einfach die entsprechende Trackingnummer befestigt ist. Geocoins sind spezielle Münzen, die der Besitzer mit der entsprechenden Nummer prägen lassen kann. Sonstige Trackables können zum beispiel Plakate oder Aufkleber sein, auf der die Trackingnummern gedruckt werden. Letztere werden natürlich nicht in einen neuen Cache getragen sondern werden „nur entdeckt“.

GD Star Rating
loading...

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.