Alter Luisenstadt-Kirchhof – Freimaurer in Berlin Kreuzberg

Gepostet am 25. Februar 2014 in Entdeckungen | Keine Kommentare

In Berlin-Kreuzberg befindet sich ein großes Areal von teilweise historischen Friedhöfen. Darunter befindet sich vor allem der „Alte Luisenstadt-Kirchhof“. Er wurde im Jahr 1831 als zweiter Friedhof der ehemaligen Luisenstadt-Gemeinde auf einem Weinberg angelegt und ist mit 90.998 m² der größte von den insgesamt vier Friedhöfen an der Bergmannstraße.

Auf dem Luisenstadt-Friedhof befinden sich mehrere historisch interessante Grabstätten – auch Ehrengräber der Stadt Berlin sind überdurchschnittlich häufig vertreten.
Darunter befindet sich auch das von Hugo Lederer gestaltete Grab des Reichskanzlers, Aussenministers und Friedennobelpreisträgers Gustav Stresemann (1878–1929). Stresemann war Freimaurer und seit 1923 Mitglied der Johannisloge Friedrich der Große sowie Ehrenmitglied der Loge Aufwärts zum Lichte im Orient in Frankfurt am Main. An seinem Ehrengrab finden sich allerdings keine freimaurerischen Symbole – wohl aber bei zahlreiche anderen Grabstätten des Friedhofes.

Grab Gustav Stresemann auf dem Luisenstadt-Kirchhof

Die Zahl der Freimaurer-Gräber scheint größer zu sein als auf manch anderem Kirchhof. Das mag an der Zeit liegen, in der die meisten Gräber angelegt wurden. Zur Jahrhundertwende, vor Verbot und Ächtung der Freimaurerei (spätestens durch die Nationalsozialisten). Zu dieser Zeit zählten Freimaurer zu einer anerkannten „geistigen Elite“, die liberale, humanistische und wissenschaftliche Überlegungen in den Mittelpunkt stellte.
Die offensichtlichsten Freimaurer-Symbole – insbesondere Winkel und Zirkel – sind auf diesem Friedhof häufig zu finden.

Grabmal Familie Alfred Schulz mit Freimaurer Symbol

GD Star Rating
loading...

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.