Ferdinand Magellan Initiator der ersten Weltumsegelung

Gepostet am 6. Januar 2014 in Entdecker der Weltgeschichte | Keine Kommentare

Ferdinand Magellan gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des frühen 16. Jahrhunderts. Er legte wichtige Grundsteine für die heutige Schifffahrt und war Initiator der ersten Weltumsegelung, die er leider nicht beenden konnte. Magellan wurde beim Versuch der Weltumsegelung ermordet und ging damit in die Geschichte ein.

Kindheit und Jugend

Fernão de Magalhães wurde 1480 in der Provinz Trás-os-Montes im Norden Portugals geboren. Seine Eltern waren von adeliger Herkunft, jedoch verarmt. Im Alter von nur 10 Jahren verloren er und seine drei Geschwister die Eltern und so folgte der junge Ferdinand einem seiner zwei Brüder mit 12 Jahren an den portugiesischen Königshof. Dort war er als Page angestellt und diente König Johann II. von Portugal und seiner Frau Eleonora. Wie die meisten seiner Zeitgenossen erhielt Magellan dort eine exzellente Ausbildung und wurde im Alter von 16 Jahren in den Rang eines Knappen erhoben.

Erste Expeditionen und Kriege

Ferdinand MagellanIm Alter von 25 Jahren nahm Fernando Magellan an seiner ersten Expedition teil, welche ihn nach Indien führte. Am 10. August 1511 spielte er eine wichtige Rolle bei der Eroberung der bedeutenden Hafenstadt Malacca, welche im heutigen Malaysia angesiedelt werden kann. Fünf Monate später war er Teil einer Expedition zu den Gewürzinseln, die unter dem Kommando von António de Abreu stand. Im Jahre 1513 kämpfte er in der Schlacht von Azamor in Marokko, bei der er am Knie verwundet wurde. König Manuel I. entließ Magellan ein Jahr später aus dem portugiesischen Staatsdienst, da er unerlaubten Sklavenhandel betrieb. So führte Magellans Weg schließlich nach Spanien, wo er ab 1517 König Karl I. diente.

Die Weltumsegelung und Magellans Tod

Am 10. August 1519 startete Magellan seine erste Weltumsegelung im Hafen von Sevilla. Die Flotte bestand insgesamt aus fünf Schiffen, darunter befand sich auch die legendäre „Vicotoria“. Die Reise führte die Seeleute zuerst nach Südamerika. Dort passierten sie eine Meerenge zwischen dem südamerikanischen Festland und der Insel Feuerland, welche zu Ehren ihres Entdeckers den Namen „Magellanstraße“ erhielt. Zwei Jahre nach Beginn der beschwerlichen Reise erreichte Magellans Flotte am 6. März die Inselgruppe der Marianen im Pazifik. Dort wurden überlebenswichtige Vorräte aufgenommen, die für die Fortsetzung der Reise benötigt wurden. Am 16. März erreichte die nunmehr lediglich 150 Mann starke Crew die Insel Homonhon bei den Philippinen. Dort bekehrte Magellan die Einheimischen im Namen der spanischen Krone zum Christentum und führte lukrative Verhandlungen mit ihnen. Jedoch verweigerte sich der Häuptling eines Eingeborenenstammes auf der Nachbarinsel Mactan der Missionierung und so entbrannte eine aussichtslose Schlacht, bei der Magellan am 21. April 1521 sein Leben verlor.

Errungenschaften des Ferdinand Magellan

Neben der Entdeckung der nach ihm benannten „Magellanstraße“ war er der erste Europäer, der zwei Zwerggalaxien beschrieb. Diese sind seit 1800 als „Magellansche Wolke“ bekannt. Außerdem tragen ein Mars- und zwei Mondkrater den Namen „Magelhaens“ als Anlehnung an diesen Pionier der Seefahrt.

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