Leif Erikson der Glückliche

Gepostet am 11. Januar 2014 in Entdecker der Weltgeschichte | Keine Kommentare

Leif Erikson, der Glückliche, gilt als erster Europäer, der jemals Fuß auf den nordamerikanischen Kontinent setzte. Sein Leben begann etwa 960 auf Island, wo er für die erste Zeit seines Lebens mit seiner Familie lebte. Im Alter von acht Jahren zog er zu einem Mann Namens Thyrker. Damals war es für junge Wikinger üblichen, früh das Elternhaus zu verlassen. Thyrker brachte Leif lesen und scheiben sowie Keltisch und Russisch bei. Nebenbei lernte Leif den Umgang mit Waffen und Sagen aus verschiedenen Kulturen kennen.

Mit zwölf Jahren kehrte Leif zurück ins Elternhaus. Dort lebte er mit seinen Eltern, bis sein Vater einen Mann, mit dem er eine Fehde hatte, tötete. Daraufhin wurde Erik der Rote für drei Jahre aus Island verbannt. Die Familie konnte sich nicht nach Norwegen zurückziehen, da Erik dort ebenfalls ausgestoßen wurde. Daher entschied sich Erik dazu, den Gerüchten von Ländern im Westen nachzugehen. Mit Frau und Kindern segelte Erik in den Westen und landete nach einer Weile auf Land, das er Grönland nannte. Auf dieser Reise lernte Leif mit großer Wahrscheinlichkeit die Feinheiten des Tiefseesegelns.

Nordmeer Karte um 1573Seine erste Reise als Kapitän trat Leif im Alter von 24 Jahren an. Die Mission der Reise war, König Olaf in Norwegen Geschenke zu überbringen. Dazu stellte Leif seine eigene Crew, bestehend aus 14 Männern und Thyrker zusammen. Anders als geplant endete die Reise frühzeitig, zu weit südlich von dem eigentlichen Ziel. Ein starker Sturm hielt Leif davon ab, weiter in den Norden zu segeln. So fanden Leif und seine Mannschaft beim Lord von Island Unterkunft. Einen Monat später erreichte Leif den Hof von König Olaf. Olaf überzeugte Leif davon, den alten Wikinger Göttern loszusagen und sich taufen zu lassen.

Nur kurze Zeit, nachdem Leif nach Grönland zurückgekehrt war, zog es ihn wieder in die Ferne. Er wollte den Gerüchten von Ländern im Westen nachkommen. Zuerst segelte Leif knapp 1000 Kilometer an der grönländischen Küste entlang, bis er auf felsenartiges Land stieß. Enttäuscht darüber, dass es sich bei dem Land nur um einen einfachen Felsen handelte, nannte er seine Entdeckung Helluland. Wahrscheinlich handelte es sich bei dieser Entdeckung um die Baffininsel. Leif wollte sich mit dieser Errungenschaft nicht zufriedengeben und segelte weiter in den Süden. Dort fand er eine weitere Insel – flach, mit weißen Stränden und nur wenigen Bäumen – unwissend, dass er soeben Kanada entdeckte. Dieses Land nannte er Markland.

Nach weiteren zwei Tagen auf See stieß die Truppe erneut auf Land. Südöstlich von Markland setzten sich die Segler auf einer Halbinsel nieder, auf der es reichlich Ressourcen gab. Viele Bäume, Weintrauben und Wiesen für das Vieh. Leif und seine Leute blieben für einen Winter, machten sich dann jedoch wieder auf den Heimweg. Nur Leifs Schwester und ihre Familie kehrten daraufhin nach Vinland, so nannte Leif seine Entdeckung, zurück. Wahrscheinlich wurden sie von amerikanischen Ureinwohnern getötet. Keine anderen Wikinger zog es in den Westen und Leifs Entdeckungen gerieten gewissermaßen in Vergessenheit.

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